Auswahl:
Grundsätzliches zur Lebensdauer einer Seilwinde:
Unsere technischen Angaben entsprechen der internationalen FEM Klassifizierung. Nationale Vorschriften können von diesem Standard abweichen.
Es gilt jedoch immer eine Seilwinde, die nur sporadisch eingesetzt wird, hält länger als eine Seilwinde die ständig im Einsatz ist.
Eine Seilwinde die nur ein Minimum der Tragfähigkeit bzw, Zuglast hebt bzw. zieht, hält länger als eine Seilwinde, die immer im Grenzbereich arbeitet.
Die Seilgeschwindigkeit steht im direkten Zusammenhang mit der Lebensdauer! Die Lebensdauer wird grundsätzlich aus dem Trommeldrehmoment und den Lastspielen bestimmt. Die Seilgeschwindigkeit kann nach Kundenwunsch angepasst werden. Ebenso können die Drehmomente durch den Trommeldurchmesser und die Seilzugkraft verändert werden. Ist die Last immer gleich oder werden unterschiedliche Lasten gehoben.
Es kommt auch vor das eine Seilwinde nur eimal eingesetzt wird und dann nie mehr gebraucht wird, dann muss das bei der Konzipierung unbedingt berücksichtigt werden.
Es muss die größte zu hebende Last und die Lastaufnahmemittel zunächst die Basis für die Auswahl der Mindesttragfähigkeit sein. Bei einer Zugwinde errechnen sich die Leistungswerte aus Steigung und Reibwert der Oberflächen. Bei einem Eisenbahnwaggon auf gerader Fläche benötigen Sie ca. 10% der Tragfähigkeit der Hubkraft. Je nach Steigung erhöht sich die Zugkraft bis zur Hubkraft. Für die Auswahl der Tragfähigkeit ist es sinnvoll Reserven einzurechnen um die Nutzungsdauer der Seilwinde zu erhöhen. Nach der Definition der Tragfähigkeit bzw. Zugkraft sollt die Laufzeitklasse und die Zuordnung zu einem Lastkollektiv bestimmt werden. Nur so ist eine mehrjährige einwandfreie Funktion der Seilwinde gesichert. Stimmen alle Parameter wie Triebwerksgruppe, Laufzeitklasse und Lastkollektiv zusammen, kann bei konstanten Einsatz der Seilwinde eine Einsatzdauer von 10 Jahren erreicht werden, bis Sie eine Generalüberholung der Seilwinde machen müssen. Diese Zuordnung ist auch in Bezug auf die VBG8 UVV Winden, Hub- und Zuggeräte (Unfallverhütungsvorschrift) sehr wichtig. (§ 35) Beachten Sie das ein kraftbetriebenes Hubwerk einmal jährlich durch einen Sachkundigen überprüft werden muss. Bei dieser Prüfung wird die Restlaufzeit ermittelt und nach Ablauf der Laufzeit muss das Hubwerk einer Generalüberholung unterzogen werden, oder Sie müssen das Hubwerk stilllegen. Laufzeitklassen: Die tägliche Durchschnittslaufzeit [tm] wird ermittelt mit der doppelten mittleren Hubhöhe in Meter mal der Anzahl der Hubspiele pro Stunde mal der Anzahl der Stunden pro Tag geteilt durch 60 mal der Hubgeschwindigkeit in Meter pro Minute.
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[tm]=
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2 x (mittlere Hubhöhe/m) x (Anzahl Hubspiele/h) x (Anzahl h/Tag)
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60 (min.) x (Hubgeschwindigkeit m/min.)
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Für die Hubgeschwindigkeit kann ein mittlerer Wert eingegeben werden, der aber aufgrund der endgültigen Einstufung nochmals berechnet werden soll. Lastkollektiv Um die Auswahl bzw. die Einstufung der Seilwinde zu erleichtern, wurden durch die FEM 4 typische Lastkollektive ermittelt, denen der von Ihnen geplante Einsatz des Zuges im Bezug auf die Ausnutzung der Tragfähigkeit zugeordnet werden kann.
Die FEM-Regel unterscheidet zwischen:
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km 1
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- leichtem Einsatz
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km < 0,125
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10 % der Laufzeit mit Volllast, 40 % der Laufzeit mit ca. 1/3 der Volllast, 50 % der Laufzeit mit Totlast
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km 2
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- mittlerem Einsatz
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0,125 < km < 0,25
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17 % der Laufzeit mit Volllast, 17 % der Laufzeit mit 2/3 der Volllast, 16 % der Laufzeit mit 1/3 der Volllast, 50,0 % der Laufzeit mit Totlast
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km 3
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- schwerem Einsatz
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0,25 < km < 0,5
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50 % der Laufzeit mit Volllast, 50 % der Laufzeit mit Totlast
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km 4
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- sehr schwerem Einsatz
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0,5 < km < 1
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90 % der Laufzeit mit Volllast, 10 % der Laufzeit mit Totlast
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Triebwerkgruppe Ist die Laufzeitklasse und das Lastkollektiv gefunden, kann eine Triebwerkgruppe ermittelt werden.
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Lastkollektiv [L]
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Laufzeitklasse [max. mittlere Laufzeit tm in h pro Tag]
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L1 leicht
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2
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4
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8
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L2 mittel
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1
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2
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4
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L3 schwer
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0,5
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1
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2
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L4 sehr schwer
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0,25
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0,5
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1
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Triebwerkgruppe alt
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1Bm
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1Am
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2m
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Triebwerkgruppe neu
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M3
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M4
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M5
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Eine Um- oder Neugruppierung kann u. a. durch die Auswahl eines Gerätes mit geänderter Tragfähigkeit erreicht werden. Ein Gerät mit 250 kg Tragfähigkeit und Triebwerkgruppe M3, dass aufgrund der vermutlichen Auslastung in Lastkollektiv L4 (sehr schwer) eingestuft werden müsste, darf max. 0,25 Std. pro Tag bewegt werden. Wählen Sie dagegen für den gleichen Lastfall ein Gerät mit einer Tragfähigkeit von 500 kg und Triebwerkgruppe M3, kann die Einstufung für dieses Gerät in Lastkollektiv L1 erfolgen und eine Betriebszeit von 2 Std. pro Tag ist problemlos möglich. Die Anhebung der Tragfähigkeit um das Doppelte ergibt einen Satz innerhalb der Lastkollektive um vier Gruppen. (siehe am obigen Beispiel)
Um eine Verdoppelung der täglichen max. Laufzeit zu erreichen, kann ein Stufensprung innerhalb der Lastkollektive durch Erhöhung der Tragfähigkeit vorgenommen werden oder durch einen Stufensprung innerhalb der Triebwerkgruppen. Eine Halbierung der benötigten Laufzeit ergibt sich auch durch Verdoppelung der Hubgeschwindigkeit. Wer es ganz genau machen will, kann den kubischen Wert für die Gruppeneinstufung auch detailliert berechnen.
Triebwerkgruppen nach DIN DIN 15 020; ISO 4301/1; FEM 1.001; FEM 9.511:
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Triebwerkgruppe alt
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1Dm
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1Cm
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1Bm
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1Am
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2m
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3m
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4m
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5m
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Triebwerkgruppen neu
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M1
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M2
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M3
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M4
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M5
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M6
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M7
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M8
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Theoretische Nutzung
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100 [h]
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200 [h]
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400 [h]
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800 [h]
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1600 [h]
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3200 [h]
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6300 [h]
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12500 [h]
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Für etwaige Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
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